Ratgeber
Vorweg: Balkonkraftwerke bauen wir nicht
Damit Sie nicht weiterlesen und am Ende enttäuscht sind — C&F Flöckner montiert keine Balkonkraftwerke. Unser Leistungsumfang sind Photovoltaikanlagen auf Dächern, an Fassaden, als Carport, Zaun oder Großflächenanlage, dazu Stromspeicher und Gewerbespeicher.
Diese Seite gibt es trotzdem, weil uns die Frage regelmäßig gestellt wird — und weil die Entscheidung zwischen Balkonkraftwerk und Dachanlage häufig falsch getroffen wird. Wer ein eigenes Dach hat und zum Steckermodul greift, verschenkt meist den größeren Teil des möglichen Ertrags.
Was ein Balkonkraftwerk ist
Ein Balkonkraftwerk — auch steckerfertige PV-Anlage genannt — besteht aus ein bis zwei Modulen und einem kleinen Wechselrichter. Die Module werden am Balkongeländer, an der Fassade, auf der Terrasse oder am Gartenzaun befestigt, der Wechselrichter wird über eine Steckverbindung an einen vorhandenen Stromkreis angeschlossen. Der erzeugte Strom fließt direkt in den Haushalt.
- Kein Eingriff in die Dachhaut, kein Gerüst, keine Baustelle
- Beim Umzug abbaubar und am neuen Wohnort wieder verwendbar
- Deutlich geringere Anschaffungskosten als eine Dachanlage
- Kein Speicher — was gerade nicht verbraucht wird, geht ins Netz
Was es realistisch bringt
Ein Balkonkraftwerk deckt die Grundlast: den Verbrauch, der ohnehin durchgehend läuft — Kühlschrank, Router, Heizungspumpe, Standby-Geräte. Genau dort trifft die Erzeugung zuverlässig auf Verbrauch.
Was es nicht leistet: den Abendverbrauch. Wer tagsüber außer Haus ist und erst abends kocht und wäscht, verschiebt weniger als erhofft, weil nichts gespeichert wird. Der Ertrag selbst hängt an denselben vier Größen wie bei jeder Anlage — Ausrichtung, Dachneigung beziehungsweise Montagewinkel, Verschattung und Verbrauchsprofil.
- Sinnvoll — Wohnung oder Reihenhaus ohne nutzbares Dach, Balkon nach Süden, Osten oder Westen, konstanter Grundverbrauch
- Weniger sinnvoll — stark verschatteter Nordbalkon, sehr niedriger Grundverbrauch, oder ein eigenes Dach, das noch frei ist
Der Vergleich in Zahlenverhältnissen
Der Unterschied ist keine Nuance, sondern eine Größenordnung:
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Fläche
Ein Balkonkraftwerk arbeitet mit ein bis zwei Modulen. Eine typische Dachanlage auf einem Einfamilienhaus nutzt ein Vielfaches davon — entsprechend fällt der Jahresertrag aus.
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Anschluss
Steckverbindung an einen vorhandenen Stromkreis gegenüber fester Verkabelung mit eigenem Wechselrichter und Einbindung in die Hauselektrik.
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Speicherfähigkeit
Das Balkonkraftwerk kennt keinen Speicher. Eine Dachanlage lässt sich mit einem Stromspeicher kombinieren, der den Sonnenstrom in den Abend trägt — das hebt den Eigenverbrauch deutlich.
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Förderung
Für Photovoltaikanlagen gibt es in Salzburg Landesförderungen; die Wege dorthin beschreiben wir auf der PV-Seite. Für Steckermodule gelten eigene, abweichende Regelungen.
Anmeldung: auch die kleine Anlage gehört gemeldet
Steckerfertige Anlagen sind beim zuständigen Netzbetreiber zu melden — für den Großteil des Bundeslandes ist das die Salzburg Netz GmbH. Für kleine Anlagen existiert ein vereinfachtes Verfahren.
Den aktuell gültigen Leistungsrahmen und die Anforderungen an den Anschluss nennen wir hier bewusst nicht in Zahlen: Diese Regelungen wurden in Österreich mehrfach geändert, und eine veraltete Zahl auf einer Website ist schlechter als keine. Fragen Sie den Stand direkt beim Netzbetreiber ab.
Als Mieterin oder Mieter brauchen Sie zusätzlich in aller Regel die Zustimmung des Vermieters, bei Eigentumswohnungen die der Eigentümergemeinschaft — jedenfalls dann, wenn die Montage in die Bausubstanz eingreift oder das Erscheinungsbild verändert. Klären Sie das, bevor Sie bestellen.
Sie haben ein eigenes Dach? Dann rechnen Sie zuerst das durch
Der häufigste Fehler ist, mit dem Balkonkraftwerk zu beginnen, obwohl eine Dachfläche frei wäre. Die Anschaffung ist günstiger — der Ertrag aber eben auch um ein Vielfaches kleiner, und der Speicher fehlt.
Wenn Sie ein Dach, eine Fassade, einen Carport-Standort oder eine geeignete Freifläche haben, lohnt sich zuerst die ehrliche Rechnung für eine richtige Anlage. Genau dafür sind wir da:
Wir sehen uns Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Ihr Verbrauchsprofil am Objekt an und sagen Ihnen, was Ihre Fläche tatsächlich hergibt. Planen Sie vorab selbst im PV-Rechner.